Neues Maschinenfundament für eine Rohrbiegepresse bei den Erndtebrücker Eisenwerken
Über 6 Meter tief, 7.200 Tonnen Presskraft
Für die Erndtebrücker Eisenwerke GmbH & Co. KG errichtete die BERGE-BAU GmbH & Co. KG im September 2019 in Halle 10 des Werks II ein neues Maschinenfundament für eine Rohrbiegepresse. Den Auftakt bildeten der Rückbau des bestehenden Fundaments und die Ausschachtung der Baugrube. Nach rund drei Wochen stand die Baugrube: über 6 Meter tief, mit einem Volumen von mehr als 1.400 Kubikmetern. Im Anschluss folgten die umfangreichen Schal- und Bewehrungsarbeiten für das neue Stahlbetonfundament.
Die Zahlen des Projekts:
- Bauvorhaben: Maschinenfundament für eine Rohrbiegepresse, Werk II, Halle 10
- Baugrube: über 6 Meter Tiefe, mehr als 1.400 m³ Volumen
- Rund 1.100 m³ Beton
- Mehr als 60 Tonnen Bewehrungsstahl
- Sechs HEM-Stahlträger mit je 11,50 Metern Länge und über 2,2 Tonnen Gewicht
- Bauzeit: rund drei Monate
- Maschine: Rohrbiegepresse, Graebener Maschinentechnik
- Leistungen: Rückbau des Bestandsfundaments, Erdarbeiten, Bewehrung, Schalung, Betonage, Einbau der Stahlteile
So entstand im laufenden Werksbetrieb ein Stahlbetonfundament, das die Lasten einer der größten Pressen am Standort dauerhaft aufnimmt.
Millimeterarbeit bei Einbauteilen und Stahlträgern
Enge Abstimmung mit den Schlossern der EEW
Besondere Präzision verlangte der Einbau der verschiedenen Einbauteile und Stahlplatten. Zur größten Herausforderung wurden dabei sechs HEM-Stahlträger: jeweils 11,50 Meter lang, über 2,2 Tonnen schwer – und millimetergenau zu positionieren und zu fixieren. Möglich war das durch die enge Zusammenarbeit mit den Schlossern der EEW vor Ort, die den Einbau direkt auf der Baustelle begleiteten.
Welche Kräfte das Fundament später aufnehmen muss, zeigen die Dimensionen der Maschine: Die Rohrbiegepresse des Maschinenbauunternehmens Graebener Maschinentechnik bringt rund 1.100 Tonnen auf die Waage und arbeitet mit einer Presskraft von 7.200 Tonnen, um dickwandige Rohre mit kleinen Durchmessern herstellen zu können. Jede Abweichung im Maschinenfundament würde sich im Betrieb unmittelbar auf die Anlage auswirken – deshalb zählt im Industriebau jeder Millimeter.