Portalfräs­maschine: Maschinen­fundament für Bombardier

Schwingungsentkopplung für eine Portalfräsmaschine in Netphen

Präzisionsarbeit auf solidem Fundament

Wenn hochpräzise Fertigungsmaschinen zum Einsatz kommen, entscheidet nicht allein die Qualität der Maschine über die späteren Ergebnisse. Ebenso wichtig ist das Fundament, auf dem sie steht. Ein beeindruckendes Beispiel dafür realisierte BERGE-BAU Anfang 2021 am Industriestandort Netphen.

Für die Installation einer großformatigen Portalfräsmaschine beim ehemaligen Bombardier-Standort in Dreis-Tiefenbach wurde ein spezielles Maschinenfundament benötigt. Solche Anlagen reagieren äußerst empfindlich auf Erschütterungen und Schwingungen aus ihrer Umgebung. Bereits kleinste Übertragungen können die Bearbeitungsgenauigkeit beeinträchtigen und damit die Qualität der gefertigten Bauteile beeinflussen. Um diesen hohen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelte das Projektteam eine Lösung, die auf maximale Schwingungsentkopplung ausgelegt war.

 

Rückbau als erster Schritt

Bevor mit dem Neubau begonnen werden konnte, musste innerhalb der bestehenden Werkshalle zunächst ein vorhandenes Maschinenfundament zurückgebaut werden. Das alte Fundament mit einem Volumen von rund 450 Kubikmetern Beton wurde vollständig abgebrochen und fachgerecht entsorgt. Erst danach konnten die umfangreichen Erd- und Rohbauarbeiten für das neue Fundament starten.

Innovative Schwingungs­entkopplung

Ein zentrales Element des Projekts war die Herstellung einer vollständig aus Stahl­beton gefertigten Wanne innerhalb der Bau­grube. Diese Konstruktion bildete die Grundlage für die spätere Schwingungs­entkopplung. Auf den Wand­flächen der Beton­wanne wurden spezielle Entkopplungs­platten montiert. Sie sorgen dafür, dass Schwingungen aus dem Hallen­boden und angrenzenden Produktions­bereichen nicht auf das Maschinen­fundament übertragen werden.

Dadurch erhält die Fräs­maschine optimale Bedingungen für hoch­präzise Bearbeitungs­prozesse. Eine weitere technische Vorgabe bestand darin, das eigent­liche Maschinen­fundament in möglichst wenigen Betonier­abschnitten herzu­stellen. Durch die Reduzierung von Arbeitsfugen konnte eine besonders hohe Steifigkeit des Bau­werks erreicht werden. Diese durch­gängige Bau­weise verbessert das Schwingungs­ver­halten der gesamten Konstruktion und trägt dazu bei, un­erwünschte Bewegungen und Resonanzen auf ein Minimum zu reduzieren.

Projektdaten:
200 m³ Beton
19 Tonnen Bewehrungsstahl